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Sozialdynamik-Familienaufstellung im WUK Wien

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Das WUK in Wien, ein herrlich sympathisch-chaotischer Kulturorganismus aus Backstein, hohen Räumen, kreativen Werkstätten, Proberäumen, Kneipe und ganz viel DIY-Atmosphäre, bot am vergangenen Wochenende den perfekten Rahmen für die erste Sozialdynamik-Familienaufstellung mit 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Zwischen hohen Fenstern und charmant angeknabberten Dielen traten Menschen zusammen, die bereit waren, zwei Tage lang in (ihre) Familiengeschichten abzutauchen – oder zumindest ganz mutig so zu tun.

F
ür die Leitung konnten wir Michl Schwind gewinnen, einen bekannten Mann der österreichischen und internationalen Coachingszene. Unsere Coaches Masha, Eva und Kathy waren zum Hospitieren dabei und unterstützten und ergänzten die Prozesse durch ihre Expertise. Michl schaffte es gleich zu Beginn mit Humor und Anekdoten, die Nervosität der Teilnehmenden aus dem Raum zu jonglieren. Mit seiner Mischung aus Ruhe, Humor und „Keine Sorge, das tut nur ein bisschen weh“ fühlte sich die Gruppe schnell gut aufgefangen.

Tag Eins - Einführung & erste Erfahrungen

Nach einer kurzen Einführung in Methode und Idee hinter Familienaufstellung – Ursprung in Westafrika bzw. Bert Hellinger, systemische Dynamiken, unsichtbare Muster, und warum man plötzlich Gefühle für wildfremde Menschen entwickeln kann – ging es los. Und wie das oft so ist: Der Samstag war erstmal ein Tag des vorsichtigen Beschnupperns. Die Gruppe musste sich finden, sich sortieren, und vor allem: Aufstellende mussten sich trauen. Manche hatten sofort Tränen in den Augen, andere eher Fragezeichen im Gesicht, und ein paar hielten sich an ihren Heißgetränken fest wie an einen Gefühlsrettungsring.

Die ersten Aufstellungen erinnerten ein wenig an einen Tanzkurs, bei dem alle
gleichzeitig hoffen, dass sie nicht als Erste auf die Tanzfläche müssen. Doch schon in den ersten Rollen zeigte sich, wie tief die Methode wirken kann: Ein Stellvertreter rührte sich nicht vom Fleck („Das fühlt sich nach meinem echten Vater an!“), eine Mutterrolle wollte dauernd beschwichtigen, und jemand staunte, wie mühelos er plötzlich Autorität ausstrahlte („Im echten Leben klappt das nie!“). Zwischendurch wurde herzlich gelacht: über Rollen, die sich fremd anfühlten,
über Gefühlsausbrüche, die unerwartet komisch waren, und über Gruppendynamiken, die viel ehrlicher waren als jedes Horoskop und anders als jede noch so plausible Erwartung. Es gab Tränen, Gelächter und viele Momente,
in denen jemand in den Armen einer bis dato höchstens aus dem Call bekannten Person lag und sich dachte: „So. Das hab ich jetzt gebraucht.“

Tag Zwei - die Gruppe findet sich

Der zweite Tag fühlte sich an, als hätte jemand die Gruppe über Nacht fest zusammengeschraubt. Plötzlich interagierte alles flüssiger, man griff spontaner nach Händen, rückte zusammen, ging mutiger in Rollen, stellte sich ohne Zögern in den Raum – und es entstand ein fast familiäres Gefühl. Die Skeptischen vom Vortag wirkten jetzt wie alte Hasen, und die Stillen wurden mutig, weil man sich inzwischen kannte, vertraute, und miteinander schon durch so manche emotionale Wellen geschwommen war.

Michl moderierte die Aufstellungen mit einer Mischung aus Tiefe und Leichtigkeit.
Er wusste, wann ein Witz die Spannung lösen musste, wann ein Moment der Stille wichtig war und wann es an der Zeit war, eine Erkenntnis sensibel und doch bestimmt auf den Punkt zu bringen.

Der Abschluss am Sonntag Nachmittag war sehr herzlich und stellenweise richtig
rührend. Noch ein paar Tränen, noch ein paar letzte lange Umarmungen, und dann löste sich die Gruppe langsam auf – mit einem Gefühl wie

„Wir werden uns vielleicht nie wieder sehen, aber ich weiß, dass Du irgendwo da draußen bist und ich hab dich irgendwie lieb“

Resümee – oder: Was bleibt nach zwei Tagen Gefühls-Achterbahn?

Nach so einem Wochenende fragt man sich unweigerlich: Und jetzt? Was mache ich mit all dem? Die erfreuliche Antwort ist: Familienaufstellungen wirken nach – leise, nachhaltig und manchmal im unpassendsten Moment. Etwa, wenn man plötzlich entspannter telefoniert, sich nicht mehr so schnell aufregt, Konflikte nicht mehr so dringlich erscheinen oder man ganz verblüfft feststellt, dass man seit drei Tagen niemanden angefaucht hat. Kleine Wunder im Alltag, ganz ohne Zauberei. Der wahre Wert der Familienaufstellung liegt darin, dass man seine Lebensgeschichte mit neuen Augen sieht – weniger streng, weniger dramatisch und manchmal sogar mit Humor. Man erkennt Muster („Aha, deshalb werde ich bei Familienfeiern nervös…“), versteht Zusammenhänge und erkennt, dass man in erster Linie für sein eigenes Glück verantwortlich ist - und sich nicht jede Last
auf die eigenen Schultern laden muss.

Und dann ist da noch die großartige Erfahrung, dass man binnen 48 Stunden mit
vorher Fremden lacht, weint, sich umarmt und durchs emotionale Dickicht stapft, als hätte man gemeinsam schon diverse Familienfeiern bestritten. Familienaufstellungen strukturieren das innere Chaos, heilen alte Wunden und bringen Humor in Situationen, in denen man sonst nur den Kopf schüttelt. Und man erkennt: Es wird schon gut. Und falls nicht – ich weiß jetzt wenigstens, wo ich hinschauen muss.

Neugierig geworden?

Wenn du selbst dabei sein möchtest, dir Raum für Klärung, Veränderung und echte Verbindung schenken willst – dann laden wir dich herzlich zu unserem nächsten Aufstellungsseminar ein.

Information & Anmelung zum Aufstellungsseminar

 

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Apropos - Sozialdynamik-Familienaufstellung im WUK Wien

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