Toxische Beziehung – 7 Anzeichen dafür, dass dein Partner dir schadet

Dominik Borde 13 Jun Persönlichkeitsentwicklung 0 Kommentare

Eine toxische Beziehung kann viel Leid verursachen. Woran du erkennst, dass du in einer toxischen Beziehung steckst, erklärt dir hier Beziehungscoach Dominik Borde.

Dein Partner verunsichert dich, er macht dich runter und du fühlst dich in deinen Bedürfnissen nicht wahrgenommen? Die Beziehung tut dir insgesamt mehr weh, als dass sie positive Seiten hat und du fühlst dich in ihr gefangen wie die Fliege im Spinnennetz? Möglicherweise steckst du in einer toxischen Beziehung, oder aber du bist selbst toxisch für deine Partnerschaft – völlig unbewusst, ohne es zu merken. 

Heute will ich dir verraten, woran du eine toxische Beziehung erkennst und wie du dich davon löst. Die gute Nachricht vorab: Du hast selbst den Schlüssel in der Hand, der dich aus der Opferrolle und deiner unglücklichen Beziehung befreit.

Was ist überhaupt eine toxische Beziehung?

In letzter Zeit hören wir immer öfters von „Toxischen Beziehungen“. Eine Modeerscheinung, möchte man fast meinen, aber dem ist nicht so.

Toxische Beziehungen sind, wie der Name bereits sagt „giftig“, schädlich für dich. In toxischen Beziehungen werden Grenzen regelmäßig überschritten, sie verunsichern und zermürben dich.

Toxische Beziehungen werden oftmals in Verbindung mit Narzissmus thematisiert. Warum das so ist? Narzissten neigen zu Egoismus, Unterdrückung, Kontrollsucht, Empathielosigkeit und Manipulation – alles Eigenschaften, die eine Beziehung auf Augenhöhe verhindern und dafür sorgen, dass die Beziehung den Partner mehr Kraft kostet, als sie spendet.

Menschen neigen heutzutage immer häufiger zu Narzissmus – man denke nur an die Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken und die schier unbegrenzten Möglichkeiten der Selbstverwirklichung unserer Gesellschaft, weshalb toxische Beziehungen auch in meinen Seminaren oftmals thematisiert werden. Nicht jeder Mensch, der einen gesunden Egoismus pflegt, ist deshalb jedoch ein Narzisst.

Woran du eine Beziehung erkennst, die tatsächlich ‚toxisch‘ ist und wie du dich davor schützt, möchte dir im Folgenden verraten.

7 Anzeichen dafür, dass deine Beziehung dir schadet

1. Du fühlst dich nie richtig sicher

Eben wurde dir noch die ewige Liebe geschworen, plötzlich wird dir aus heiterem Himmel die Trennung verkündet.

Eine toxische Beziehung ist ein Wechselspiel aus „heiß-und-kalt“, „himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“. Das Perfide an dieser emotionalen Achterbahn ist, dass sie dich emotional abhängig macht.

Dadurch, dass du ständig in die Hölle versetzt wirst, bevor sich dann doch wieder alles zum Guten wendet, kommen dir selbst vermeintliche Selbstverständlichkeiten in einer Beziehung wie das Paradies auf Erden vor.

2. Es gibt kein Mittelmaß

Womit wir auch schon beim zweiten Merkmal der toxischen Beziehung sind: Es gibt kein „normal“. Entweder du fühlst dich gestresst, schwach, miserabel und in der Schwebe, im nächsten Moment gibt dein Partner dir das Gefühl, der einzig wichtige Mensch auf Erden zu sein. Die Beziehung beginnt auf einer Wolke der Glückseligkeit, auf der dein Partner dich mit Aufmerksamkeiten, Geschenken und Liebesgeständnissen regelrecht „bombardiert“ (Love Bombing) und wird im Laufe der Zeit zum Albtraum.

3. Du hast das Gefühl, nicht genug zu sein

Dein Partner sagt dir immer wieder, was an dir verbesserungsfähig ist, sodass du zunehmend mit Selbstzweifeln zu kämpfen hast. Vielleicht bekommst du Sätze zu hören wie „Früher warst du schon wesentlich schlanker, oder?“ oder „Du musst froh sein jemanden wie mich zu haben“.

4. Kontrollsucht

Dein Partner will immer darüber informiert sein, wo du steckst, was du tust und reagiert eifersüchtig. Er selbst gesteht sich hingegen andere Rechte zu.  Auch deine Erfolge kann er / sie nicht feiern, sein / ihr Ego verträgt keinen Partner auf Augenhöhe.

5. Du kannst deinem Partner nicht vertrauen

In toxischen Beziehungen wird gelogen, manipuliert und es werden Teilwahrheiten erzählt. Das führt dazu, dass du deinem Partner nicht mehr vertrauen kannst.  Aus Angst vor heftigen Reaktionen zeigst du deine wahren Gefühle nicht.  Dein(e) Partner: in verwendet persönliche Schwächen gegen dich.

6. Du überschreitest deine Grenzen

Dein Partner wünscht sich von dir, dass du Dinge tust die deine Werte verletzen, dir  nicht entsprechen, dass du ihm zuliebe ein „Nein“ in ein „Ja“ verwandelst, kurzum, dass du Dinge tust, mit denen du dich unwohl fühlst?

Wenn du in einer Beziehung immer wieder zu Dingen gedrängt wirst, die du eigentlich gar nicht tun wolltest oder willst, kannst du davon ausgehen, dass du dich in einer toxischen Beziehung befindest.

Typisch für eine solche Beziehung ist, dass dein toxischer Partner nicht reflektiert, in was für  eine unangenehme Situation er dich  bringt und sich für sein Verhalten deshalb auch nicht entschuldigt.

7. Du lässt dich zum Opfer machen

Ich habe dir bereits verraten, wie sich eine toxische Beziehung anfühlt und woran du sie erkennst. Der letzte und wichtigste Punkt ist aber wohl dieser: In einer toxischen Beziehung begibst du dich in eine Opferrolle. Ja, du liest richtig, auch DU bist Teil der toxischen Beziehung. In einem meiner Coaching-Videos beschäftige ich mich deshalb mit der Frage, wieso ausgerechnet DU ein Gegenpart für einen Narzissten bist, wieso du dich immer wieder in toxische Beziehungen stürzt und wie du dich zukünftig vor narzisstischen Partnern schützt.

Wie du dich aus der Opferrolle befreist

Befindest du dich in einer toxischen Beziehung, scheinst du aus irgendwelchen Gründen das perfekte Match für einen Narzissten oder anders toxischen Menschen zu sein. Viele Menschen erkennen zwar, dass ihre Beziehung ihnen schadet und wollen sich daraus befreien; sie erkennen aber nicht, wie sie überhaupt in diese schädliche Beziehung hineingeraten sind.

Der beste Schutz ist jedoch hier an der eigenen Persönlichkeit zu arbeiten und zu reflektieren, was DICH zum perfekten Opfer für toxische Menschen macht.

Vielleicht hast du ein ausgeprägtes Helfersyndrom, dass durch deine Beziehung befriedigt wird? Oder du hast selbst narzisstische Züge, die dein Partner in den Hochphasen der Beziehung (siehe „Es gibt kein Mittelmaß“) befriedigt hat? Mein Tipp an dich: Handle! Kein Mensch wird zum Opfer „geboren“; man lässt es zu. Zeit dafür, aus diesem Muster auszubrechen.

In diesem Video erfährst du, wie du dich aus der Opferrolle befreist:

 

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