7 Schritte zum Ziel: Das Gegenteil von Entwicklung ist Verzögerung

Dominik Borde Dienstag, 3. Juli 2012 FRAUEN, MÄNNER, Persönlichkeitsentwicklung 0 Kommentare

Tatsache ist, die meisten Ziele werden niemals erreicht. Genauer ausgedrückt: 85 Prozent von dem, was sich Menschen vornehmen, in ihrem Leben zu verändern, scheitert noch bevor richtig damit begonnen wurde bzw. versandet bereits nach ersten Hindernissen wieder. Hier erfährst du, wie du Ziele richtig setzt, damit du diese auch erreichst!


Das bedeutet NICHT, dass 85 Prozent aller Ziele unerreichbar sind, ganz im Gegenteil! Die meisten Ziele scheitern lediglich daran, dass sie nie richtig gefasst wurden. Ziele bleiben unerreichbar, weil häufig der konkrete Plan zur Umsetzung und - vielmehr noch - die emotionale Power zum Durchhalten fehlen. Es braucht strukturiertes Handeln, Fokus und Sinn, um auch dann noch voranzuschreiten, wenn es mal Schwierigkeiten und Probleme - auf dem Weg zu deinen Zielen - gibt.

Ein Ziel erreichen - So erreichst du dein Ziel bestimmt!

Unzählige Unternehmungen scheitern knapp vor ihrem Durchbruch oder werden von einem Mitbewerber überholt, der als Zweiter vom Ersten gelernt hat und dadurch besser vorbereitet, und flacherer Lernkurve, ins Rennen gegangen ist.

Achtung vor dem fetten, nörgelnden, stinkfaulen und zweifelnden inneren Schweinehund!!!

Die meisten Menschen schreien innerlich sofort „Laaaaangweilig!“ oder „Zu kompliziert!“, wenn sie damit konfrontiert sind, ihre Ziele konkret und systematisch umzusetzen. Die Feinde jeder Entwicklung sind: Mit dem Schicksal hadern, jammern und verzögern.

Der Schritt-für-Schritt-Plan für erhöhte Treffsicherheit - bei weniger Reibungsverlust - führt, bei exakter Umsetzung, garantiert zu mehr Erfolg bei ansteigender Lebensfreude und erhöhtem Tatendrang.

1. Schritt - Konkret statt konfus: Was ist dein Ziel?

Was willst du WO, WANN, mit WEM genau, WIE und WOZU erreichen? Nimm dir genügend Zeit, dies herauszufinden! XY „gut“ zu können, ist zu schwammig. Das Erste, das du aufschreibst, ist meist noch viel zu unpräzise formuliert.

Negative und problemorientierte Formulierungen sind für die Gestaltung und Verwirklichung deiner Träume hinderlich. Zielorientierte und positive Formulierungen wirken sich hingegen förderlich aus.

Es gilt: Je genauer, desto besser!

Wichtig ist es, keine Vergleiche zu ziehen, etwa wie „besser als“, „schneller als“, „erfolgreicher als“ usw. Vermeide außerdem negative Formulierungen wie „nicht länger abhängig von ...“, „nicht mehr übergewichtig“, „weniger traurig“ etc.

Wellformed Outcome: So formulierst du dein Ziel richtig

  • Es muss konkret sein
  • Es muss positiv formuliert sein
  • Es darf keine Vergleiche enthalten
  • Es unterliegt einem festen Zeitrahmen
  • Es liegt innerhalb der eigenen Kompetenz

2. Schritt - Welche Werte wirken hinter deinem Ziel

Welcher Wert verwirklicht sich durch dein Ziel?

  • Wirst du dadurch z.B. schöner? Dann ist Schönheit ein Wert für dich.
  • Wirst du dadurch z.B. wohlhabender? Dann ist Wohlstand ein Wert für dich.

Möglicherweise erfüllt dein Ziel mehrere Werte von dir. Ein kleiner Tipp: Unbedingt alles aufschreiben, da sich so dein Unterbewusstes das Ziel noch besser einprägt!

Je klarer du dein Ziel und deinen damit verbundenen positiven Wert vor Augen hast, und je sicherer der Zielzustand in deinem Gehirn verankert ist, desto stärker wirst du auf Eindrücke, Reize und Gelegenheiten, die der Erreichung deines Ziels dienlich sind, reagieren.

3. Schritt - Pseudoorientierung in der Zeit

  • Woran erkennst du, dass du dein Ziel erreicht hast?
  • Was sind die genauen Merkmale des Zielzustandes?
  • Welche sinnesspezifischen Merkmale hat der Zielzustand?

Tue so, als ob du dein Ziel bereits erreicht hättest! Stell dir vor, du wüsstest genau, wie es sich anfühlt und was dir im Moment der Erreichung deines Ziels durch den Kopf geht.

  • Was sagst du dir in diesem Moment?
  • Was fühlst, riechst oder schmeckst du gar?
  • Woran erkennst du zuerst: „Yieepieyuchu! Ich habe es geschafft!“?

Der tiefere Sinn hinter dieser halluzinierten Zielvorstellung ist auch hier, die noch tiefere Einprägung in dein Innerstes und das Vertrautmachen mit einer neuen Möglichkeit. Sobald dein Ziel real erreichbar und höchst wahrscheinlich erscheint, fällt es dir leichter, das zu tun, was nötig ist.

4. Schritt - Ziel auf positive Veränderung prüfen

Benenne die positiven Veränderungen, die ein Erreichen deines Zieles in dein Leben bringt.

  • Was sind die guten Auswirkungen auf andere Bereiche deines Lebens?
  • Was hat sich durch das Erreichen deines Ziels in deinem Leben noch verändert?

  • Auf welche Bereiche nimmt das Ziel Einfluss und was wird dort anders sein als bisher?
  • Was wird dadurch noch mehr möglich?

Manche Ziele verändern oder verlieren bei derartiger Betrachtung ihre Attraktivität. Darum prüfe genau, was du willst, bevor du dich festlegst!

Beispiel

Ein neues und teures Spielzeug drückt für dich vielleicht momentan den Wert „Wohlstand“ aus und bietet dir zunächst die Werte „Ansehen“ und „Abwechslung“.

Bei näherer Betrachtung hingegen lässt sich oft erkennen, dass es zahlreiche andere Wege gibt, die Werte „Wohlstand“, „Ansehen“ und „Abwechslung“ zu verwirklichen. Ein neuer Wagen kann für kurze Zeit positive Emotionen hervorrufen. Solange, bis nach einiger Zeit der Geruch des Neuen verblasst ist und das Kopfzerbrechen gegen Monatsende wieder überwiegt.

Ist es möglich, dass du alternative Wege zu XY (z.B. Anerkennung und Abenteuer) findest, die dauerhaft mehr Spaß bedeuten und effektiver und nachhaltiger wirken?

  • Falls nicht, kannst du dich dem nächsten Schrott widmen.
  • Falls ja: Geh zurück an den Start und formuliere ein „besseres“ Ziel.

5. Schritt - Ziel auf eventuelle negative Veränderungen prüfen

  • Was wird mit dem Erreichen des Ziels "ent-möglicht"?
  • Kann es sein, dass mit dem Erreichen deiner Wünsche und Träume etwas anderes weniger möglich wird?
  • Gibt es negative Auswirkungen - bei Erreichen des Ziels - für dich? Für die Menschen deines Umfelds?

Beispiel

Manchmal kann es vorkommen, dass wir einerseits unser Ziel erreichen wollen:

„Als Nichtraucher lebe ich gesund und sehe gut aus!“, andererseits aber um unseren Spaß fürchten:

„Nichtraucher sind immer so perfekt und meistens langweilig, ich will kein langweiliger Mensch werden!“

Für den Fall eines inneren Konflikts zwischen dem, was du willst, und dem, was du dafür scheinbar „aufgeben“ musst, sprich mit einem Experten und lass dich bei der Zielsetzung unterstützen. Das spart sowohl Zeit als auch Ressourcen - und wirkt!

6. Schritt - Ressourcen für dein Ziel bestimmen

Was brauchst du unbedingt mit im Gepäck, wenn du dich erfolgreich auf die Reise zu deinem Ziel machen möchtest?

  • Welche Ressourcen sind zum Erreichen des Ziels notwendig?
  • Was brauchst du noch? Welche Fähigkeiten musst du entwickeln?
  • Über welche Ressourcen verfügst du bereits?
  • Welche deiner Fähigkeiten kannst du sofort einsetzen, um deinem Ziel näher zu rücken?

7. Schritt - Eventuelle Hinderungsgründe zum Ziel eliminieren!

Was hindert dich daran, sofort loszulegen?

  • Braucht es vielleicht noch weitere Entwicklung, genauere Recherche, mehr Wissen oder vermehrte Ressourcen, um zu starten?
  • Gibt es einen Grund, der Sinn macht, dich nicht sofort auf den Weg zu machen?

Falls ja: Definiere „Babysteps“/Teilziele - nach der hier beschrieben Struktur!

Gratulation erst mal an dieser Stelle!

Herzlich willkommen auf der Siegerseite! Du bist bereits jetzt deinem Ziel deutlich näher gekommen! Die meisten Menschen lesen nicht bis zu dieser Stelle. Sie lesen den Anfang der Anleitung und parken den Rest im Hinterkopf, in einer Schublade oder im verstaubten Bücherregal der ungenützten Möglichkeiten!

Mach jetzt sofort den nächsten Schritt!

Nütze jetzt gleich die Gelegenheit und bringe ein erstes konkretes Ziel - in der vorgezeigten Weise - zu Papier. Je rascher, im Anschluss an eine bereits gefällte Entscheidung, erste Schritte zur weiteren Planung und Umsetzung unternommen werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg.


Apropos Ziele erreichen

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